www.die-chamerauer-dienstleistungen-gmbh.de | Therapeutische Wohngemeinschaft
16168
page-template,page-template-full_width,page-template-full_width-php,page,page-id-16168,qode-quick-links-1.0,ajax_fade,page_not_loaded,,side_area_uncovered_from_content,qode-theme-ver-11.2,qode-theme-bridge,wpb-js-composer js-comp-ver-5.2.1,vc_responsive

Therapeutische Wohngemeinschaft

Die therapeutische Wohngemeinschaft

Die ambulante therapeutische Wohngemeinschaft ist ein am Einzelnen und dessen Bedarf ausgerichtetes Angebot zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft außerhalb von Psychiatrischen Kliniken und Heimen. Es ermöglicht ein selbstbestimmtes und individuelles Leben trotz Hilfe- und Betreuungsbedarf.

Mit Hilfe dieser Betreuungsform soll es den Bedürftigen ermöglicht werden im neu gewählten sozialen Umfeld zu leben, und mit Hilfe stundenweiser sozialpädagogischer Betreuung ein weitgehend selbständig geführtes Leben mit der psychischen Erkrankung zu führen sowie Perspektiven und Selbsthilfekräfte zu entwickeln. Zudem sollen gesundheitliche Rückschläge aufgefangen und gegebenenfalls dauerhafte stationäre Unterbringung verhindert oder hinausgezögert werden.

Die therapeutische Wohngemeinschaft
Das Wohnen

Das Wohnen

Das Zusammenleben in der Wohngemeinschaft ist von Eigenverantwortung geprägt, In der Wohngemeinschaft leben 3-5 Menschen im Rahmen eines Mietverhältnisses weitgehend selbstbestimmt in einer Wohnung.

Die Wohnung befindet sich in Chamerau. Jeder hat sein eigenes Zimmer, das nach eigenen Vorstellungen und Möglichkeiten gestaltet werden kann. Sie teilen sich Wohn-oder Esszimmer und Küche. Das Alltagsleben kann im gemeinschaftlichen Wohnzimmer und der Küche stattfinden. Alle Entscheidungen werden im Grundsatz eigenverantwortlich von den Menschen, bzw. ihren Betreuern selbst getroffen. Die Hausordnung wird von der Gemeinschaft in Zusammenarbeit mit dem verantwortlichen Mitarbeiter regelmäßig überarbeitet.

Das Leben in der Wohngemeinschaft schafft Möglichkeiten, die soziale Isolation zu überwinden und sich in gegenseitiger Akzeptanz und Unterstützung zu üben.

Das Mietverhältnis kann von den Bewohnern der WG sowie vom Vermieter unter Einhaltung einer Frist gekündigt werden. In besonderen Fällen insbesondere beim Verstoß gegen die Hausordnung ist eine Kündigung ohne Einhaltung der Frist möglich.

Die Ziele

Die Ziele

Ziel der therapeutischen Wohngemeinschaft ist die Erweiterung der individuellen Lebensperspektiven jedes einzelnen Menschen in seiner aktuellen Lebenssituation.

Im Einzelnen ist das die Fähigkeit zur alltäglichen, selbstständigen Lebensführung und eine Verbesserung der Lebensqualität durch Bereitstellung eines geeigneten Wohn,- und Lebenssettings. Hierzu gehören neben dem Umgang mit der Erkrankung das Aufrechterhalten dauerhafter Suchtmittelabstinenz, sowie der Aufbau einer geregelten Tagesstruktur und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben insbesondere auch die Förderung der sozialen Kompetenz im Gruppenkontakt.

Die Ziele werden individuell in Zielvereinbarungen gemäß § 58 SGB XII festgehalten und regelmäßig überarbeitet. Die Dynamik und das besondere Umfeld der Wohngruppe soll hierdurch eine besondere Ressource darstellen, innerhalb der sich die Teilnehmer auch gegenseitig unterstützen und Ressourcen aktivieren sollen

Die Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an volljährige Menschen mit psychischen Erkrankungen im Sinne des § 53 SGB XII, deren Hilfebedarf mehrere Stunden in der Woche umfasst, die vorübergehend, mittelfristig oder im Einzelfall auch lebenslang sozialpädagogische Unterstützung zu einer selbständigen Lebensführung benötigen, ein stationäres Angebot nicht, noch nicht oder nicht mehr erforderlich ist und grundlegend eine Selbstorganisationsfähigkeit zur Alltagsstrukturierung und -bewältigung vorhanden ist.

Die Wohngemeinschaft bietet eine Möglichkeit der Lebensgestaltung einerseits im geschützten Rahmen, andererseits in Selbstverantwortung.

Die Zielgruppe
Die Betreuung

Die Betreuung

Eine Betreuungsvereinbarung dient der gemeinsamen Abstimmung mit den betroffenen Menschen für die gewünschten und notwendigen Maßnahmen und Schritte.

Die Betreuung innerhalb der Wohngemeinschaft ist frei wählbar, individuell und richtet sich nach den Bedürfnissen und Ressourcen der einzelnen Betreuten, sowie den Bedürfnissen der Wohngruppe. Voraussetzung ist die gegenseitige Bereitschaft zur Zusammenarbeit und Mitwirkung.

Regelmäßige Gruppengespräche, gemeinsame Aktivitäten, Einzelgespräche und individuelle Unterstützung in den verschiedenen Lebensbereichen sind die Basis der Betreuungsangebote, die eine verlässliche Beziehung in der Betreuung entstehen lassen.

Das Betreuungsangebot im Einzelnen richtet sich nach den Punkten des Gesamtplanverfahrens des Gesamtplanverfahrens gemäß § 58 SGB VII und umfasst folgende Bereiche:

Wohnen und Selbstversorgung
Wohnen und Selbstversorgung

bedeutet die Unterstützung bei der Alltagsbewältigung, das Schaffen einer geeigneten Tagesstruktur, die Verbesserung der hauswirtschaftlichen Fähigkeiten durch die Anleitung beim Einkaufen, Kochen und der Reinigung, Hilfe bei finanziellen Angelegenheiten und die Unterstützung bei Behördengängen.

Gesundheit und Umgang mit der Erkrankung
Gesundheit und Umgang mit der Erkrankung

bedeutet den Aufbau von Compliance durch Informationen über Erkrankungen und Hilfeangebote durch die Zusammenarbeit mit Fachärzten und Kliniken und die Begleitung zu Beratungsgesprächen und Fachdiensten.

Soziale Beziehungen
Soziale Beziehungen

bedeutet die Verbesserung der sozialen Kompetenzen, der Aufbau adäquater sozialer Beziehungen, die Verbesserung der Konfliktfähigkeiten und der sozialen Kontakte.

Soziale Beziehungen
Arbeit und Beschäftigung

bedeutet möglicherweise das Aufrechterhalten eines Beschäftigungsverhältnisses, das Bewusstsein der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten, Bewerbungstraining, Unterstützung beim Kontakt mit dem Jobcenter und die Information und Vermittlung von Hilfsangeboten.

Wohnen und Selbstversorgung
Freizeit und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben

bedeutet das Schaffen einer Tagesstruktur, Finden geeigneter Beschäftigungen und passender Freizeitangebote und die Unterstützung beim Zugang zu kulturellen Angeboten.

Die Dauer der Betreuung richtet sich ebenfalls nach den Bedürfnissen der Teilnehmer. Die Chamerauer Dienstleistungen können nach Absprache mit dem Kostenträger die Betreuung beenden, wenn die Betreuungsform nicht mehr geeignet erscheint. Eine Kündigung kann bei nicht Einhalten von Vereinbarungen und Absprachen, sowie bei dauerhafter Gefährdung des friedlichen Zusammenlebens, bei Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, oder tätlichen Angriffen erfolgen.

Das Wohnen

Aufnahmekriterien und Aufnahmeverfahren

Neben den diagnostischen und leistungsrechtlichen Kriterien sind insbesondere die Freiwilligkeit, Bedürftigkeit, Selbstorganisationsfähigkeit, Gemeinschaftsfähigkeit, Bereitschaft zur Mitarbeit, Bereitschaft zur Kooperation mit Ärzten und psychiatrischen Fachärzten und Grundkenntnisse in der Haushaltsführung Voraussetzungen für die Aufnahme in die Wohngruppe notwendig.

Im Erstgespräch können die Betreuten die Interessenten die Wohngruppe kennenlernen. Hierbei wird geklärt, ob die therapeutische Wohngruppe die passende Hilfeform ist und ob der Teilnehmer in das Gefüge der Wohngruppe hineinpasst.

Die Ziele

Ausschlusskriterien & Finanzierung

Nicht aufgenommen werden Menschen für die das Setting und Leistungsspektrum nicht ausreicht. Primär sind dies Menschen mit akuter psychischer Erkrankung, geistiger Behinderung und dauerhafter Pflegebedürftigkeit.

Für das Aufbringen des Lebensunterhaltes sind die Bewohner der Wohngemeinschaft selbst verantwortlich. Der Kostenträger für das Betreuungsangebot ist der Bezirk Oberpfalz im Rahmen der Eingliederungshilfe für Menschen mit seelischen Behinderungen nach § 53 ff. SGB XII.

Ansatz und Arbeitsweisen

Schwerpunkt bilden die sozialpädagogischen Methoden der sozialpädagogischen Einzelfallhilfe, sowie das Case-Management.

Sie bedingt eine dem Menschen zugewandte Grundhaltung, die mit der Gewissheit des Verstandenfühlens zwischen allen Beteiligten ein Klima der Vertrautheit schafft. Gemeint sind Hilfestellungen in Lebens- und Alltagskrisen durch Gesprächsbereitschaft und Akzeptanz.

Die Bedürfnisse der Menschen mit ihrem eigenen Lebensmittelpunkt werden berücksichtigt, im Vordergrund steht nicht die Erkrankung, sondern der Mensch mit seinen individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten

Die Krisenintervention, sowie die sozialpädagogische Gruppenarbeit und Elemente der Erlebnispädagogik ergänzen die Arbeitsmethoden.

Ansatz und Arbeitsweisen